Wahrheit 23 – Tradition

 

 

Zwischen Tradition und Moderne

 

Kurz-Geschichte Telefon

Am 26. Oktober 1861 präsentierte der 27-jährige Physiklehrer Philipp Reis (1834-1874) im Physikalischen Verein zu Frankfurt am Main erstmals einen Apparat, der Sprache mit Hilfe des elektrischen Stroms in die Ferne übertragen konnte. Er nannte ihn „Telephon“.

Da die Tonübertragung noch erhebliche Schwankungen aufwies, wurde seine Erfindung zunächst unterschätzt. So meldete erst 15 Jahre später Alexander Graham Bell (1847-1922) in den USA das erste Telefon zum Patent an.

In Berlin und Mülhausen im Elsass wurden 1881 erste Ortsvermittlungsstellen für Telefongespräche eingerichtet. Im Jahr 1910 waren weltweit schon 10 Millionen Fernsprecher an die Vermittlungsstellen angeschlossen, davon allein 941.000 in Deutschland .

1930 gab es in Deutschland rund 3,2 Millionen Telefonanschlüsse. Das erste schnurlose Mobiltelefon kam im Juni 1983 auf den Markt. Es war über 20 cm lang und der Akku nach einer halben Stunde Sprechzeit leer.

(Quelle: Dorlis Blume – Lebendiges Museum online – LeMO)

 

Neuzeit

In Deutschland gibt es mittlerweile 57 Millionen Smartphone-Nutzer. Die Zahl der Anwendungen dieser kleinen Wunderwerke wächst ebenfalls ständig. Egal, ob Kühlschrank oder Waschmaschine, es gibt heute fast kein Haushaltgerät mehr, das man nicht mit diesem Mobilfunkgerät steuern kann.

Beim Zugang zum Internet ziehen vor allem die Jüngeren unter uns, das Smartphone dem Laptop vor. Wie haben wir nur früher unser Leben ohne diese Funktelefone gemeistert?

(Quelle: Statista2018)

 

Und was hat das mit Tradition und Moderne zu tun?

Schau Dich um! Trotz der ganzen Technik und Elektronik in unserem Lebensalltag, lassen wir doch nicht von unseren uralten Traditionen ab. Denken wir zum Beispiel an Weihnachten: Der erste Bericht über ein Weihnachtsfest an einem 25. Dezember stammt aus dem Jahr 336.

(Quelle: religionen-entdecken.de)

Die meisten Menschen vermuten, dass damit die Geburt Christi gefeiert und an ihn erinnert werden soll. Warum auch nicht? Wir erinnern uns doch auch gern an Menschen, die uns entweder tief beeindruckt oder die wir sehr geliebt haben und die jetzt nicht mehr bei uns sind.

Vor allem an ihren Geburtstagen denken wir besonders innig an sie und sind dankbar, dass wir sie kennen lernen durften. Zumindest mir geht es so. An solchen Tagen werd ich auch demütig – nehme hin, was ich nicht ändern kann – und bin noch dankbarer als sonst, dass es meinem Partner, den Kindern, Schwiegerkindern, Enkeln und Freunden gut geht.

 

Das ist für mich das schönste Geschenk und das größte Glück – viel wertvoller als all die Dinge, die man kaufen kann.

 

 

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