Wahrheit 40 – Angst


Wenn ein Mensch singt, ist es dem Gehirn nicht möglich Angst zu produzieren. Während des Gesangs
ist dieser Bereich blockiert.

(Autor: kaufdex8173)


Überkommt Dich ab und zu mal Angst?

Vermutlich hat jeder einmal Angst. Die Ursache kann genauso vielschichtig sein, wie wir Menschen verschieden sind. Viele Ängst sind für Jedermann nachvollziehbar. Manche jedoch nur, wenn man selbst davon betroffen ist.

Zum Beispiel Höhen- oder Flug-Angst. Wer diese Ängste in sich trägt, wird kaum auf einen Berggipfel steigen und lieber mit Auto, Zug oder Schiff reisen.

Oder der Schrecken den Spinnen, Schlangen und enge Räume bei manchen auslösen. Ich stelle mir das schrecklich beklemmend vor, wenn einem vor lauter Panik die Luft zum Atmen fehlt.

Die meisten Menschen haben Angst davor, ernsthaft krank zu werden oder gar zu sterben. Wenn wir jung sind, denken wir darüber nicht ernsthaft nach. Wir glauben, dass schwere Krankheiten und Tod nur für alte Menschen bestimmt sind.

Doch sobald ein Mensch im näheren Umfeld betroffen ist, beginnen entsprechende Gedanken uns zu begleiten. Um so älter wir werden, um so mehr müssen wir uns anstrengen, wenn wir diese Gedanken verdrängen wollen. (Auf dieses Thema gehe ich ein anderes Mal näher ein.)


Warum haben wir Angst?

Zitat: „Evolutionsgeschichtlich hat die Angst eine wichtige Funktion als ein die Sinne schärfender und Körperkraft aktivierender Schutz- und Überlebensmechanismus, der in tatsächlichen oder auch nur vermeintlichen Gefahrensituationen ein angemessenes Verhalten (Fight-or-Flight = Kampf oder Flucht) einleitet…

Diese Aufgabe kann sie nur erfüllen, wenn weder zu viel Angst das Handeln blockiert, noch zu wenig Angst reale Gefahren und Risiken ausblendet…

Da der Energieaufwand für eine Flucht gering ist (wenige hundert Kilokalorien), übersehene Bedrohungen aber folgenschwere Auswirkungen nach sich ziehen können, ist die „Alarmanlage“ Angst von der Natur sehr empfindlich eingestellt, was bisweilen in ‚Fehlalarmen‘ resultiert…

Angst kann sowohl bewusst, als auch unbewusst wirken. Ist die Angstreaktion in Bezug auf die tatsächliche Bedrohungslage inadäquat (nicht verhältnismäßig), spricht man von einer Angststörung…

Ist diese Angst an ein bestimmtes Objekt oder eine bestimmte Situation gebunden, spricht man von einer Phobie.“ (Zitatende: Wikipedia)
So weit, so gut. Angst kann also unser Leben retten, deshalb ist sie unbedingt nötig.

In bedrohlichen oder stressigen Situationen steigt unser Adrenalin-Spiegel (Hormon der Nebenniere). Der wiederum erhöht unsere Konzentration und lässt sowohl Blutdruck, als auch Herzfrequenz steigen. Dadurch sind wir für einen evtl. Kampf bzw. eine Flucht bestens vorbereitet.

Evolotorisch gesehen war die Angst vor gefährlichen Tieren oder Dunkelheit tatsächlich der Schutz vor einer echte Bedrohung. Darum wurde diese Angst von Generation zu Generation weiter gegeben und hat sich fest in unserem Erlernten verankert.

Es gibt auch Ängste, die sich auf eigene Erfahrungen begründen, so z.B. die Angst vorm Zahnarzt oder Fliegen. Schmerzen oder das Ausgeliefert-sein, spielen dabei die größte Rolle.

Wir lernen im Kindesalter (meist mit ca. 7 Jahren) auch Angst vor etwas zu haben, mit dem wir noch gar keine schlechte Erfahrung machen konnten. Von wem? Hauptsächlich von unseren Eltern und unserem Umfeld in Schule und Kindergarten.

Liebe Eltern und Großeltern bestärkt Eure Kinder lieber mutig zu sein und ihre eigenen Erfahrungen zu machen, als sie mit Ängsten zu „füttern“. Das heißt nicht, dass Ihr sie nicht vor echten Gefahren beschützen könnt.


Gehörst Du zu den Menschen mit Angststörung?

Ich darf Dich beruhigen, Du bist nicht allein!

Zitat: „Menschen mit sozialer Phobie haben große Angst, sich vor anderen zu blamieren oder von ihnen abgelehnt zu werden…

Menschen mit Agoraphobie haben große Angst vor Situationen, aus denen sie im Notfall nicht fliehen können oder an denen ihnen bei einer Panikattacke nur schwer geholfen werden kann…

Die Wahrscheinlichkeit an einer Angststörung zu erkranken liegt zwischen 14 und 29 Prozent…

Unter den Angststörungen ist die spezifische Phobie (Angst vor bestimmten Situationen oder Objekten) die häufigste Störung. Circa zehn Prozent der Bevölkerung leiden an der spezifischen Phobie. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen, wie Männer.“ (Zitatende: netdoktor.de)


Was kannst Du gegen eine Angststörung tun?

Es gibt verschiedene Wege. Zum Einen können Psycho-, Verhaltens- und Expositionstherapie (Konfrontation) helfen. Eine Möglichkeit die damit einher gehen sollte, ist die Veränderung der eigenen Gedankenmuster.

Gefahren, die spezifische Phobien auslösen, werden meistens vom Betroffenen überschätzt und sind harmloser, als er selbst glaubt. Über Fragetechniken wird dies bewusst gemacht und hilft so dabei die Ängste zu reduzieren.

Kommt es zu einem Rückfall, ist es sinnvoll sich an die erlernten Strategien zu erinnern und diese umzusetzen oder einen Therapeuten aufzusuchen, der dabei unterstützt.


Aber Eines steht fest:

Ohne Angst hätte die Menschheit definitiv nicht bis heute überlebt. Akzeptieren wir sie deshalb als unser naturgegebenes Schutzschild. Ein Helfer in der Not. Ich bin dankbar, dass ich diesen Schutz zur Verfügung habe.

Ich hoffe, dass ich Dir helfen konnte, Deine Angst mit anderen Augen zu sehen und
im Zweifel hilft: SINGEN..!


Auch in diesem Thema spielen Deine Gedanken wieder eine tragende Rolle. Weitere Informationen dazu findest Du hier:

Gedankenkraft nutzen

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